3. Projektdialog, 12. Februar 2019, Wuppertal

Rund 25 Interessierte kamen am 12. Februar 2019 zum 3. Projektdialog der Koordinierungsstelle „welcome@healthcare“ zusammen, um über erfolgreiche Modelle der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen zu diskutieren und ihr Netzwerk zu erweitern. Aus den Diskussionen ging hervor, dass vor allem die oftmals sehr unterschiedliche Anwendung der Ermessensspielräume der lokalen Ausländerbehörden viele professionelle Akteurinnen und Akteure vor Herausforderungen stellt. In der Arbeit mit der Zielgruppe selbst sahen die Teilnehmenden die zum Teil sehr deutlichen Unterschiede in der Schriftsprache und im verbalen Sprachgebrauch als wesentliche Herausforderung im Arbeitsmarktzugang. Auch seien die Ergebnisse der Sprachniveauprüfungen oft nicht nachvollziehbar und würden zwischen den einzelnen Anbietern bei Personen mit ähnlichem Sprachstand stark voneinander abweichen. Die ausgestellten Zertifikate zum Sprachstand seien somit kaum noch für eine Einschätzung tauglich. Welche asylrechtlichen Grundlagen es im Arbeitsmarktzugang gibt und welche Möglichkeiten die „Ausbildungsduldung“ bietet, stellte Nicole Bolk von der Diakonie Wuppertal vor. Aus dem Vortrag ging noch einmal deutlich hervor, dass die gesetzliche Lage im Arbeitsmarktzugang äußert komplex ist und jeder Einzelfall genau betrachtet werden muss, wenn die Möglichkeiten des Arbeitsmarktzugangs bewertet werde sollen.

Die Präsentationen der Referierenden finden Sie nachfolgend zum Download:

Pflegeteams der Zukunft: Geflüchtete in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen | Ömer Saglam | Koordinierungsstelle "welcome@healthcare" | Wuppertal

Ausländerrechtliche Bedingungen der arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten | Nicole Bolk u. Tugba Alpay | Partizipation BERGISCHES STÄDTEDREIECK | Diakonie Wuppertal