Healthcare

Logopädie

Logopädinnen und Logopäden behandeln Menschen jeden Alters; die unter Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen leiden. Sie führen Therapien auf ärztliche Verordnung hin eigenverantwortlich durch. Logopädinnen und Logopäden diagnostizieren Kommunikationsstörungen und beraten Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen. Weiterhin können sie im Bereich der Prävention tätig sein und beispielsweise Menschen beraten, die beruflich mit ihrer Stimme arbeiten. 

Ausbildung

Die Ausbildung in der Logopädie dauert drei Jahre und findet in der Regel in Vollzeit statt. Kennzeichen der Logopädieausbildung ist die enge Verzahnung theoretischer und praktischer Ausbildungsinhalte. Die theoretische sowie ein großer Teil der praktischen Ausbildung finden an staatlichen (öffentlichen) oder staatlich anerkannten Fachschulen statt. Die praktische Ausbildung wird unter anderem durch Lehrhospitationen und externe Praktika ergänzt.

Während der Ausbildung wird KEINE Ausbildungsvergütung gezahlt.

Für die Ausbildung muss an staatlichen (öffentlichen) Schulen in der Regel KEIN Schulgeld entrichtet werden. Unter Umständen fallen jedoch Aufnahme- und Prüfungsgebühren an. Die Kosten für die Ausbildung an privaten Schulen unterscheiden sich von Schule zu Schule. Informationen zum Schulgeld erhalten Sie auf den Webseiten der Bildungsanbieter. Kosten für Lernmittel und die Fahrten zur Ausbildungsstätte kommen gegebenenfalls noch hinzu. 

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst 1.740 Stunden. In der Ausbildung werden theoretische und fachpraktische Kenntnisse in den folgenden Fachbereichen vermittelt:

  • Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde
  • Anatomie und Physiologie
  • Pathologie
  • Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde
  • Pädiatrie und Neuropädiatrie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Neurologie und Psychiatrie 
  • Kieferorthopädie, Kieferchirurgie 
  • Phoniatrie 
  • Aphasiologie
  • Audiologie und Pädaudiologie 
  • Elektro- und Hörgeräteakustik 
  • Logopädie
  • Phonetik/Linguistik
  • Psychologie und klinische Psychologie 
  • Soziologie
  • Pädagogik 
  • Sonderpädagogik
  • Stimmbildung 
  • Sprecherziehung 
  • Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst 2.100 Stunden. Während der praktischen Ausbildungen finden mehrwöchige Praktika in logopädischen Praxen, sonderpädagogischen Einrichtungen oder Kliniken statt. Hospitationen bei Lehrlogopädinnen und Lehrlogopäden, Videoanalysen und Exkursionen ergänzen die theoretische und praktische Ausrichtung und helfen dabei, die Unterrichtsinhalte praxisnah zu vertiefen. 

Zugangsvoraussetzungen 

Um eine Ausbildung in der Logopädie beginnen zu können, müssen die Interessierten gesundheitlich und persönlich geeignet sein sowie über eine abgeschlossene Realschulbildung, eine andere
gleichwertige Ausbildung oder eine nach dem Hauptschulabschluss abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügen. Die persönliche Eignung muss durch ein Führungszeugnis nachgewiesen werden, die gesundheitliche Eignung durch ein Gesundheitszeugnis. Beide Dokumente dürfen nicht älter als drei Monate sein. 

Gehalt

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt zwischen 2.300 und 3.300 Euro brutto. Das Entgelt unterscheidet sich jedoch von Arbeitgeber zur Arbeitgeber. 

Bewerbung

Wer eine Ausbildung in der Logopädie beginnen möchte, benötigt einen Schulplatz bei einer staatlichen (öffentlichen) oder privaten Fachschule. Die Bewerbung für einen Schulplatz erfolgt in der Regel direkt bei der Fachschule. Unter www.logo-ausbildung.de finden Sie eine Übersicht von Fachschulen, die Ausbildungsplätze in der Logopädie anbieten. 

Weiterführende Links

Informationsportal logo-ausbildung.de 

Gesetz über den Beruf des Logopäden (Logopädengesetz – LogopG)

Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO)