Healthcare

Interkulturelle Öffnung

Die interkulturelle Öffnung ist für Einrichtungen des Gesundheitswesens aus zwei Perspektiven von besonderer Bedeutung; aus der Perspektive der zu Pflegenden und ihrer Angehörigen sowie der Perspektive des Pflegepersonals. Die zu Pflegenden mit Migrationshintergrund sind eine heteroge Personengruppe. Daher ist es wichtig die subjektiven Pflegebedürfnisse und -erwartungen der Menschen zu kennen, um darauf angemessen eingehen zu können. Die bisher identifizierten Bedarfe und Bedürfnisse in Bezug auf eine kultursensible Alten- und Krankenpflege zeigen auf, dass sie in der Angebotsstruktur offenbar nur punktuell berücksichtigt werden. Dies gilt nicht nur für die pflegerische Versorgung. Auch in der  Pflegeberatung und der Ausbildung von Pflegekräften wird dieses Thema nicht im erforderlichen Maß berücksichtigt.


Der Fachkräftebedarf im Gesundheits- und Pflegewesen ist eklatant. Dies erfordert innovative Ansätze in der Personalpolitik und -gewinnung sowie der Aus- und Weiterbildung des vorhandenen Pflegepersonals. Ein Ansatz ist, die Potenziale der geflüchteten Menschen in den Fokus zu nehmen. Damit dies gelingt, müssen sich die Einrichtungen interkulturell öffnen.


Interkulturelle Öffnung bezeichnet einen systematisch gesteuerten Organisationsentwicklungsprozess, der ein Teil der Gesamtstrategie einer Organisation ist. Sie schlägt sich dementsprechend als Querschnittsaufgabe in der Personal-, Organisations- und Qualitätsentwicklung nieder und ist auf Dauer angelegt. Interkulturelle Öffnung ist ein ständiger Lern- und Entwicklungsprozess, der eng an gesellschaftspolitische Veränderungen gekoppelt ist und zum Ziel hat eine Haltung in der Organisation zu etablieren, die von Offenheit und Vielfalt geprägt ist und den Bedürfnissen und Potenziale ihrere Mitarbeitenden gerecht wird.


Wie interkulturelle Öffnungsprozesse initiert und umgesetzt werden können, wird in den folgenden Publikationen, Expertisen und Studien aufgezeigt.


Die Interkulturelle Öffnung im DRK

Deutsches Rotes Kreuz

Die Broschüre des DRK verdeutlicht wie die „Interkulturelle Öffnung“ in einem Wohlfahrtsverband umgesetzt wird. Neben der theoretischen Hinführung zum Begriff „Interkulturelle Öffnung“ werden bundesweite Initiativen des DRK vorgestellt. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt der Broschüre sind Praxisbeispiele aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Wohlfahrt.

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Interkulturelle Öffnung von stationären Einrichtungen der Altenpflege – Handreichung

kom•zen - Komptenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe

Das kom-zen hat modellhaft eine Einrichtung in Berlin über einen Zeitraum von 2010 bis 2016 bei dem Prozess der interkulturellen Öffnung begleitet. Die Erfahrungen und Erkenntnisse sind in der vorliegenden Handreichung zusammengefasst. Diese  bietet Entscheidungsträgern und Leitungskräften sowie Mitarbeitern stationärer Altenpflegeeinrichtungen Informationen, Arbeitshilfen und Inspirationen an, um den interkulturellen Entwicklungsprozess ihrer Organisation (selbst-)bewusst zu gestalten.

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Ausländische Beschäftigte im Gesundheitswesen nach Herkunftsländern

Prognos AG

Die Kurzstudie zeigt an Hand von Zahlen die Bedeutung der ausländischen Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen auf. Die Mehrheit der ausländischen Beschäftigten kommt aus dem europäischen Raum. Sie geht aber auch auf die Schwierigkeiten und Hürden bei der Integration ein. Hierbei werden drei Bereiche besonders beleuchtet: Anerkennung der ausländischen Qualifikation, Erwerb und Anwendung der Sprache sowie kulturelle Unterschiede sowohl im Berufsalltag als auch im allgemeinen Alltag.

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Das kultursensible Krankenhaus

Die Bundesregierung

Menschen mit unterschiedlichen Einwanderungsbiographien machen einen wachsenden Anteil an der Bevölkerung aus. Ihre gesundheitliche Situation und ihre medizinische Versorgung sind differenziert zu betrachten. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Die soziale und wirtschaftliche Situation, Deutschkenntnisse, Aufenthaltsdauer und nicht zuletzt die rechtliche und finanzielle Absicherung ihrer Gesundheitsversorgung.
Diese nun bereits in 3. Auflage vorliegende Publikation „Das kultursensible Krankenhaus. Ansätze zur interkulturellen Öffnung“ wurde von einer kleinen Expertengruppe des Arbeitskreises Migration und öffentliche Gesundheit unter Einsatz von viel Eigeninitiative und auf Grundlage langjährig erworbenen Wissens erstellt. Sie greift viele der oben genannten Fragestellungen auf und erläutert sechs Handlungsfelder der interkulturellen Öffnung anhand erprobter Praxisbeispiele.

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In Vielfalt altern

Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration

Mit der alternden Einwanderungsgesellschaft in Deutschland entstehen auch im Bereich der Pflege neue Herausforderungen, Bedürfnisse und Erwartungen. Sprachliche Kompetenzen, Religionszugehörigkeit und kultureller Hintergrund sowie das Geschlecht der Pflegekräfte sind zentrale Aspekte  kultursensibler Pflege.
Es gibt wenige belastbare Daten zu Pflegeerwartungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Aufschluss über einige Aspekte in diesem Zusammenhang bietet die Expertise und der Policy Brief, welcher sich auf die Ergebnisse der genannten Studie bezieht.

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Leitfaden Interkulturelle Öffnung

Der Paritätische NRW

Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW hat mehr als 3000 Mitgliedsorganisationen aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, welche in ihrer täglichen Praxis der Vielfalt der Gesellschaft begegnen. Um der Herausforderung und den Ansprüchen gerecht zu werden, ist die interkulturelle Öffnung der Arbeitsfelder und der darin agierenden Organisationen unumgänglich.
In der vorliegenden Broschüre werden dabei beide Perspektiven berücksichtigt: Menschen mit Migrationshintergrund müssen einerseits als Nutzer/-innen sozialer Angebote angesprochen und
andererseits als Mitarbeitende, Leitungskräfte und Vorstände in den Einrichtungen und Diensten der sozialen Arbeit gewonnen werden.

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Neue Wege im Gesundheits- und Pflegebereich

XENOS PANORAMA BUND

Das Gesundheitswesen steht vor großen Herausforderungen. Dem steigenden Pflegebedarf steht der steigende Fachkräftemangel gegenüber. Gleichzeitig gibt es Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland, die einen erschwerten Zugang zur Ausbildung und Arbeit haben.
Im Rahmen der Broschüre zeigen Xenos-Projekte  im Gesundheits- und Pflegebereich beispielhaft auf, wie es gelingt, benachteiligte Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen.

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Interkulturelle Öffnung in Kommunen und Verbänden

Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Gestaltung des Zusammenlebens einer ethnisch, sozial und kulturell differenzierten Gesellschaft bedarf einer grundlegenden Reform aller relevanten Institutionen und Organisationen. Mit dem Schlagwort der „Interkulturellen Öffnung“ wird dieser notwendige Prozess umschrieben, wobei es eine große Spannbreite der Interpretationen und Definitionen gibt.

Notwendig ist vielmehr ein gesteuerter und geplanter Prozess der Organisationsentwicklung, der alle Bereiche, Abteilungen und Aufgabengebiete umfasst. Die vorliegende Studie von Rashid und Reichwein präsentiert den gegenwärtigen Stand der Diskussionen um das Konzept der Interkul-turellen Öffnung und seiner Umsetzung vor allem auf der kommunalen Ebene. Die Expertise beschreibt konkrete Handlungsschritte, die erforderlich sind, Institutionen fit zu machen für die Herausforderungen der Einwanderungsgesellschaft Deutschland.

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Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe

Forum für eine kultursensible Altenhilfe

Das „Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe" wurde im Juni 2001 vom Arbeitskreis „Charta für eine kultursensible Altenpflege" gemeinsam mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe, der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen sowie den Spitzenvertretern aller großen Wohlfahrtsverbände veröffentlicht.

In dem Memorandum sind Marksteine auf dem Weg zu einer kultursensiblen Altenhilfe aufgeführt, die aufzeigen wo und welcher Handlungsbedarf besteht, um dem erklärten Ziel einer kultursensiblen Altenpflege näher zu kommen.

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